Was passiert beim Meditieren im Gehirn?

Meditation

Die Vorteile des Meditierens sind schon lange kein Geheimnis mehr. Auch die klischeebehafteten Zielgruppen der Mönche und Hippies wurden allmählich durch eine weitaus größere Audienz ersetzt. Was früher als esoterische Modeerscheinung wahrgenommen wurde, wird heutzutage von vielen erfolgreichen CEOs als Teil ihres Erfolgsrezeptes gelistet. Ein Grund für die Imagepolitur vom Meditieren ist ganz bestimmt auch eine Reihe an Studien, welche ihre Wirksamkeit wissenschaftlich belegen. Aber was passiert eigentlich beim Meditieren im Gehirn?

Höhere Dichte des Gehirns

Die moderne Wissenschaft konnte mit diversen Technologien (Magnetresonanztomografie und Elektroenzephalogramm) bereits die körperlichen Auswirkungen des Meditierens auf das Gehirn erforschen.

Mit dem Alter verliert das Gehirn üblicherweise an Gewicht und Größe. Bei Menschen die bereits sehr lange meditieren bleibt die Dicke des Gehirns erhalten. Die Wissenschaftlerin Sara Lazar hat Gehirne von Meditierenden und Nicht-Meditierenden gescannt und festgestellt, dass die Dichte bei den Meditierenden eher unverändert blieb.

Besserer Umgang mit Stresssituationen

Eine andere Studie aus dem Jahr 2012 beobachtete die Auswirkung vom Meditieren anhand von drei Gruppen aus Managern.

Die erste Gruppe führte eine Art Achtsamkeitsmeditation (Mindful Meditation) durch,

die zweite Gruppe nahm Teil an einem Entspannungstraining, und die dritte Gruppe nahm an keinerlei Meditation teil.

Alle drei Gruppen wurden im Rahmen der Studie stressvollen Aufgaben ausgesetzt. Dabei wurden die Stresslevels gemessen. Jetzt darfst du raten, welche Gruppe die kleinsten Anzeichen an Stress zeigte. Es war die Meditationsgruppe.

Qualitative Nervenverbindungen

Was grundsätzlich beim Meditieren passiert ist, dass das Gehirn aufhört Informationen aktiv zu verarbeiten. Die Beta Wellen im Gehirn reduzieren sich dadurch bereits nach einer 20 minütigen Session – auch bei jenen, die noch nie zuvor meditiert haben.

Des Weiteren beginnen sich Nervenverbindungen zwischen dem Ventromedialen Präfrontalen Cortex und dund der Insula/Amygdala aufzulösen. Einfach ausgedrückt bedeutet das, dass man weniger dazu neigt, dass ein negatives/mulmiges Bauchgefühl relativiert werden kann und nicht wie üblicherweise in Angst mündet.

Hingegen werden die Verbindungen zwischen dem Lateralen Präfrontalen Cortex und der Insula/Amygdala gestärkt. Dies füht wiederum zu einem besseren Umgang mit Angstgefühlen, ohne sich in kontraproduktiven Erklärungsversuchen zu verlieren.

Wie wir sehen belegt die Wissenschaft das, was intuitiv bereits tausende Jahre als wohltuend, stärkend, heilend, etc. wahrgenommen wurde.

Hast du vor mit dem Meditieren zu beginnen? Oder bist du bereits erfahren und möchtest deine Routine teilen? Wir freuen uns auf alle Kommentare!

 

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